Wie alles begann ...

Als der letzte Askanier, Herzog Julius Franz von Lauenburg, 1689 starb, übernahm Herzog Georg Wilhelm von Celle das Amt Neuhaus und fügte es in das Fürstentum Lüneburg ein. Seitdem gehört das Amt Neuhaus zu Hannover. Die Elbe wurde dadurch streckenweise  zu einem Fluss innerhalb des Fürstentums, was den Lüneburgern ansehnliche Zolleinnahmen bescherte. Außerdem diente der Fluss als bequemer Transportweg, waren doch  die Verkehrsverbindungen über Land bis zur Erfindung des Automobils wesentlich beschwerlicher. Erst durch die willkürliche Grenzziehung der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Amt Neuhaus für 48 Jahre dem Land Mecklenburg zugeschlagen, verständlich also, dass die Neuhäuser nach der Vereinigung 1993 wieder zu Niedersachsen zurück wollten und der Landkreis Lüneburg hat sie gern wieder aufgenommen.

Da die 1927 erstmals geplante Brückenverbindung immer noch nicht gebaut wurde, sind die Menschen beim Überqueren der Elbe auf zwei Fähren oder weite Umwege über die Brücken bei Lauenburg und Dömitz angewiesen. Das bedeutet Umwege, Zeitverlust, Zusatzkosten und gibt den Bürgern des Amtes Neuhaus das Gefühl, vom Landkreis Lüneburg nicht willkommen zu sein. Dem will der Förderverein Brücken bauen e.V. entgegenwirken, der kürzlich aus dem Förderkreis Elbbrücke Darchau/Neu Darchau hervorgegangen ist.

Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorteile, die Notwendigkeit  und die überregionale Bedeutung einer festen  Elbquerung im strukturschwachen Ostteil des Landkreises Lüneburg einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen und das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Bewohnern diesseits und jenseits der Elbe zu stärken.

Dies ist umso wichtiger, als der Kreistag des Landkreises Lüneburg  kürzlich beschlossen hat, am 20. Januar 2013 eine Bürgerbefragung zur Elbbrücke durchzuführen. Dabei möchte der Förderverein Brücken bauen e.V.  eine breite Bevölkerungsmehrheit dafür gewinnen, zugunsten der Elbbrücke abzustimmen. Mit einer großen Zahl von Brückenbefürwortern kann ein deutliches Signal gegeben werden, das Landkreis Lüneburg,  Land Niedersachsen, Bund und EU bewegen dürfte,  das Projekt Elbbrücke endlich zu verwirklichen. Erst dann ist auch die Wiedervereinigung Deutschlands in unserer Region vollendet.

Der Förderverein Brücken bauen e.V. freut sich über weitere Mitglieder. Hier finden Sie eine Beitrittserklärung zum Herunterladen.

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